Was ist Airless-Sprühtechnik?

Beim Airless-Spritzen wird Farbe ohne Druckluft durch eine kleine Düse gepresst. Der hohe Druck – typischerweise zwischen 150 und 300 bar – zerteilt die Farbe in feinste Partikel, die gleichmäßig auf die Oberfläche aufgebracht werden. Im Gegensatz zu konventionellen Spritzpistolen arbeitet das Airless-System ohne Luftstrom, was Overspray dramatisch reduziert und eine deutlich gleichmäßigere Schichtdicke erzeugt.

Vorteile gegenüber Pinsel und Rolle

Airless-Technik ist bei größeren Flächen der klare Sieger in Sachen Geschwindigkeit und Gleichmäßigkeit. Eine Fassade, für die ein Maler mit Rolle zwei Tage benötigen würde, ist mit Airless in wenigen Stunden fertig – und das mit einer Oberfläche ohne Rollnahtstruktur. Auch Deckenarbeiten und strukturierte Oberflächen wie Rauputz lassen sich mit Airless schneller und gleichmäßiger behandeln. Moderner Airless-Geräte sind zudem so feinjustierbar, dass sie auch für hochwertige Innenarbeiten eingesetzt werden können.

Wann lohnt sich Airless – und wann nicht?

Airless lohnt sich ab Flächen von ca. 50 m² deutlich – das Auf- und Abrüsten sowie die aufwendige Abdeckarbeit (Fenster, Böden, Möbel) amortisiert sich erst bei größeren Flächen. Bei kleinen Räumen, Detailarbeiten und Einzelwänden ist der klassische Pinsel in Kombination mit einer Kurzfloor-Rolle nach wie vor das wirtschaftlichste Werkzeug. Profis setzen Airless auch strategisch ein: Grundierungen und Erstanstriche mit Airless, Schlussschicht mit Rolle für optimale Haptik.